Publikationen am ISER

Kulturen des Verdrängens

Kulturen des Verdrängens und Erinnerns. Perspektiven auf die rassistische Gewalt in Rostock-Lichtenhagen 1992
Gudrun Heinrich / David Jünger / Oliver Plessow / Cornelia Sylla (Hrsg.)
Erscheinungstermin: 12.06.2024, Neofelis Verlag

1992 wurde Rostock-Lichtenhagen zum Schauplatz eines schweren rassistischen Pogroms. Inzwischen werden die Umstände zunehmend aufgearbeitet, systematisch erforscht sind sie aber noch nicht. So fragt Kulturen des Verdrängens und Erinnerns nach dem Umgang mit dem Pogrom und der rassistischen Gewaltwelle der 1990er Jahre, den sogenannten Baseballschlägerjahren, insgesamt. Das Buch vereint verschiedene Perspektiven aus politischer Öffentlichkeit, Wissenschaft und Kultur und eröffnet erstmalig einen transdisziplinären und überregionalen Zugang zu dem Pogrom. Es stellt zugleich Fragen nach der gesellschaftlichen Organisation von Erinnern und Gedenken.

Mit Beiträgen von Kemal Bozay, K. Erik Franzen, Kien Nghi Ha, Cindy Hader, Gudrun Heinrich, Franka Maubach, Dan Thy Nguyen, Stefanie Oster / Johann Henningsen, Oliver Plessow, Richard Rohrmoser, Cornelia Sylla / Katharina Schwabel / Sandra Eichstädt, Tanja Thomas / Fabian Virchow, Yvonne Wasserloos / Katharina Alexi und David Zimmermann.

The Challenge of Cultural Heritage and Identity for Inclusive and Open Societies

Seukwa, L. H., Marmer, E. & Sylla, C. (eds.) (2022). The Challenge of Cultural Heritage and Identity for Inclusive and Open Societies - Young People's Perspectives from European and Asian Countries. Berlin: Peter Lang.

Issues of cultural identity and cultural heritage are at the heart of contemporary discourses in many parts of the world. They are used to identify and address the inequalities by marginalized groups; however, they also feed the re-nationalization and ethno-purist fantasies. But what exactly is culture? In this volume, the authors explore how culture is conceptualized and practised by young people in eight countries in numerous and very diverse contexts – schools, interest clubs, organizations and informal youth groups. The chapters show that concepts of culture vary widely within and across sites, regions and countries, highlighting the common, as well as particular, challenges that notions of identity and heritage pose for young people who often aspire to an inclusive and open society.

Gelingensbedingungen schulischer Beratung

Carnein, O., Langer, J. & Methner, A. (2017) (Hrsg.). Gelingensbedingungen schulischer Beratung. Rostock: Verlag Beratung in der Schule.

 

Beratung gewinnt in einem zunehmend inklusiv gestalteten Schulsystem für die Protagonist*innen unterschiedlicher Professionen an Bedeutung.

Der hier vorliegende Sammelband entstand im Anschluss an die bundesweite Fachtagung „Gelingensbedingungen von Beratung im Kontext Schule“ im Juni 2017 an der Universität Rostock. Anlass zu dieser Arbeitstagung waren die in Beratungsfachkreisen seit längerem diskutierten Fragen, was Beratung erfolgreich macht und wie diese Gelingensbedingungen in der Aus- und Weiterbildung beachtet werden können. Akteur*innen von Beratung in der Praxis, auf schuladministrativer Ebene, in der Ausbildung und in der Forschung kamen in Austausch über die Vielgestaltigkeit von Beratung, über Veränderungspotentiale in der Lehramtsausbildung sowie zu praktischen Umsetzungsmöglichkeiten im System Schule.

Ziel dieses Tagungsbandes ist es, die beschriebenen unterschiedlichen Perspektiven abzubilden sowie Anregungen zu geben, wie Beratung in der Schule gelingen kann.

Den Tagungsband können Sie sich als pdf-Datei HIER herunterladen.

Handlungsmöglichkeiten Schulische Inklusion

Hartke, B. (2017) (Hrsg.). Handlungsmöglichkeiten Schulische Inklusion. Das Rügener Modell kompakt. Stuttgart: Kohlhammer.

Damit Inklusion gelingen kann, braucht es förderkompetente und handlungsstarke Lehrerinnen und Lehrer. Das Buch informiert sehr konkret über Handlungsstrategien und Handlungsmöglichkeiten, die zu einer gelingenden inklusiven Schule beitragen. Die Buchkapitel beziehen sich dabei auf die Bereiche schulischer Arbeit, die für die Inklusion zentral sind: das Inklusionsverständnis, die Förderung auf mehreren Ebenen, datenbasierte Förderentscheidungen, inklusionsorientierter Deutschunterricht, inklusionsorientierter Mathematikunterricht, Sprachförderung, Förderung der emotionalen sozialen Entwicklung und des Verhaltens, soziale Integration, kognitive Förderung, Teamarbeit und Qualitätssicherung. Die Darstellung basiert auf dem Response to Intervention-Ansatz: ein pragmatisches und nachweislich erfolgreiches Inklusionsmodell zur Prävention von Entwicklungsstörungen und zur gemeinsamen Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf.

Evidenzbasierte Pädagogik

Ahrbeck, B., Ellinger, S., Hechler, O., Koch, K. & Schad, G. (2016). Evidenzbasierte Pädagogik. Sonderpädagogische Einwände. Stuttgart: Kohlhammer.

Aktuell wird die Pädagogik mit dem konfrontiert, was die betriebswirtschaftlich ausgerichtete Bildungsökonomie, die empirische Bildungsforschung und die Bildungspolitik als sogenannte "Evidenzbasierung" bezeichnen. Anliegen des Buches ist die Auseinandersetzung mit dem zunehmenden Einfluss, den die Evidenzbasierung in Theorie und Praxis der Pädagogik und Sonderpädagogik gewinnt. Diese Auseinandersetzung wird in zweifacher Hinsicht geführt. Einerseits wird der Begriff der Evidenzbasierung auf seine Tragfähigkeit bezüglich der pädagogischen Theorie und Erziehungspraxis hinterfragt. Zum anderen formuliert der Band einen pädagogisch begründeten Gegenentwurf und markiert so eine begründete pädagogische Gegenposition angesichts der (oft falschen) Versprechen effizienter Steuerung des Menschen.

Der Response-to- Intervention-Ansatz in der Praxis - Evaluationsergebnisse zum Rügener Inklusionsmodell

Voß, S., Blumenthal, Y., Mahlau, K., Marten, K., Diehl, K., Sikora, S. & Hartke, B. (2016). Der Response-to-Intervention-Ansatz in der Praxis. Evaluationsergebnisse zum Rügener Inklusionsmodell. Münster: Waxmann.

Inklusion in der Schule beschäftigt seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention eine Vielzahl an Personen: Lehrkräfte, Schulleitungen, Eltern, Bildungspolitiker, Bildungswissenschaftler usw. In diesem Zusammenhang wird international und in jüngster Zeit auch in Deutschland häufig der US-amerikanische Response-to-Intervention-Ansatz (RTI) diskutiert. RTI hat die Prävention von schulischen Schwierigkeiten sowie die Integration von Kindern mit bereits vorliegenden Entwicklungsproblematiken zum Ziel. In verschiedenen Studien hat sich der RTI-Ansatz hierbei als ein effektives Konzept erwiesen, das zu einer allgemeinen Senkung der Quote (sonder-)pädagogischer Förderbedarfe sowie zu gesteigerten Lernerfolgen für alle Kinder führt.

Bei dem hier vorgestellten Rügener Inklusionsmodell (RIM) handelt es sich deutschlandweit um das erste an den RTI-Ansatz angelehnte Beschulungskonzept, welches flächendeckend in einer Region umgesetzt wird und auch auf seine Effektivität hin geprüft wurde. Neben der Darstellung des RTI-Ansatzes und des darauf aufbauenden RIM in den Bereichen Mathematik, Deutsch, emotional-soziale Entwicklung und Sprache gehen Stefan Voß, Yvonne Blumenthal, Kathrin Mahlau, Katharina Marten, Kirsten Diehl, Simon Sikora und Bodo Hartke berichten in diesem Band von der vierjährigen wissenschaftlichen Begleitstudie und gehen differenziert auf die umfassende Befundlage ein. Insgesamt ist festzuhalten, dass der RTI-Ansatz eine sehr praktikable Möglichkeit darstellt, ein wohnortnah zugängliches, angemessenes und anpassungsfähiges Bildungsangebot zu realisieren und damit der Forderung nach schulischer Inklusion nachzukommen.