Trainings pädagogischer Kompetenzen

Im schulische Alltag gibt es unterschiedliche Herausforderungen. Entsprechend der Empfehlungen der KMK zur Lehrkräftebildung wurden als Maßnahme der Professionalisierung Traninings für psychosoziale Beratung sowie Lehrkräftetrainings zur Entwicklung erzieherischer Kompetenzen als zentraler Bestandteile sonderpädagogischen Handelns entwickelt.
Sonderpädagogische Beratung sowie Lehrkräftetrainings unterstützen ratsuchende Personen dabei, nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe eigene Lösungswege für herausfordernde Situationen im schulischen Alltag zu entwickeln. Am ISER sind sowohl Trainings von Beratungs-, als auch von erzieherischen Kompetenzen systematisch in der Lehre verankert. Im Modul „Training sonderpädagogischer Beratung, Gesprächsführung und Klassenführung“ erlernen Studierende personenzentrierte Gesprächsführung nach Rogers (1974) sowie die Methode der Kooperativen Beratung nach Mutzeck (2008). Darauf aufbauend können die Studierenden sich in der Tutor:innen-Ausbildung und der Kollegialen Supervision weiter qualifizieren, bis hin zur Zertifizierung als Trainer:in. Weitere Informationen gibt es hier.  

Die Beratungskompetenzen werden im Studiengang LA Sonderpädagogik (SPSO 2022) über zwei Module systematisch aufbauend entwickelt:

  • Modul „Training sonderpädagogischer Beratung, Gesprächsführung und Klassenführung“ (obligatorisch, 4. + 5. Semester) mit den Trainingsseminaren Sonderpädagogische Beratung und Training des LehrerInnenverhaltens
  • Modul „Förderschwerpunktübergreifende Aspekte der Sonderpädagogik“ (wahlobligatorisch, 8. Semester) mit den Trainingsseminaren Kollegiale Supervision und Tutor:innen-Ausbildung
  • Fakultatives Zertifikat „Tutorin/ Tutor der Kooperativen Beratung“ als möglicher Abschluss
  • weiterführende Aufbaumodule in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Kooperativen Beratungskompetenz e. V., bis hin zur Zertifizierung als Co- und Trainer:in

Theoretische Grundlagen: Aufbauend auf der Personenzentrierten Gesprächsführung nach Rogers (1974) lernen Studierende am Beispiel der Kooperativen Beratung nach Mutzeck (2008) flexibel einsetzbare Klärungshilfen kennen, die einer ratsuchenden Person Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen, eingebettet in ein Handlungs- und Störungsmodell aufbauend auf den Erkenntnissen der humanistischen Psychologie.

Schulische Prävention: Mit den Planungshilfen Schulische Prävention (Vrban 2007; Hartke et al. 2018) planen, realisieren und evaluieren die Studierenden ihr erzieherisches Handeln gezielt auf den Förderebenen I und II.

Kollegiale Supervision: Die Studierenden erweitern ihre beraterischen Kompetenzen um ein Modell der Gruppensupervision. Kollegiale Supervision ist konzipiert und evaluliert als Maßnahme der Professionalisierung mit dem Ziel, Coping-Strategien für den herausfordernden pädagogischen Alltag zu entwickeln.

Tutor:innen-Ausbildung: Ausgebildete Tutor:innen unterstützen jüngere Kommiliton:innen beim Üben in den Seminaren „Sonderpädagogische Beratung“, „Training des LehrerInnenverhaltens“ sowie „Kollegiale Supervision“. Dabei erweitern sie ihre Kompetenzen im Feedback-Geben, um bei den Übenden ein positives Selbstwirksamkeitserleben zu fördern. Damit haben sie eine Grundlage, auch ihren Schülerinnen und Schülern später ein entwicklungsförderliches Feedback geben zu können.

Kontakt

Institut für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation
Kröpeliner Str. 57
18055 Rostock 

Ansprechpartner:
Oliver Carnein